Was muss man mit einer Photovoltaikanlage bei der Steuererklärung beachten?

Generell gilt es für Betreiber einer Photovoltaikanlage die Betriebsaufnahme dem Finanzamt zu melden und alle Eckdaten der Anlage offen zulegen. Nur so kann das Finanzamt auch die jeweiligen geltenden Photovoltaik-Steuern erheben. Dies geschieht dann unter einer neu zugeteilten Steuernummer, wenn der Betreiber nicht schon eine Steuernummer durch die Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit besitzt. Wer steuerlich als Unternehmer gilt, sollte stets alle Belege aufheben die mit der Photovoltaikanlage in Verbindung stehen. Alle Ein- und Ausgaben müssen in einer Gewinnermittlung aufgelistet werden. Die Aufbewahrungslisten der relevanten Unterlagen und Belege liegen dabei bei 10 Jahren. Anhand dieser Gewinnermittlung kann der Unternehmer ganz einfach erkennen, ob im entsprechenden Jahr ein Gewinn oder Verlust erwirtschaftet wurde. Der Arbeitsaufwand der für die Erstellung der Gewinnermittlung erbracht werden muss ist relativ gering. Anders sieht es hier schon bei dem Ausfüllen des Steuerformulars aus. Da jedoch die Photovoltaik-Steuern relativ gut vorhersehbar sind und vor allem leicht im Voraus planbar sind, können Unternehmer die Möglichkeit der vierteljährlichen Abgabe der Umsatzsteuererklärungen nutzen. Der Arbeitsaufwand wird dadurch geringer, allerdings muss zum Ende des Jahres eine Jahresumsatzsteuererklärung beim Finanzamt abgegeben werden.

Zu der herkömmlichen Einkommensteuererklärung müssen zusätzlich die ANLAGE GSE (Einkünfte aus Gewerbebetrieb beziehungsweise selbstständiger Tätigkeit) und die ANLAGE EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) ausgefüllt werden. Außerdem muss eine Umsatzsteuererklärung erstellt werden. Kleinunternehmer müssen hier lediglich die Umsätze des Vorjahres und des Veranlagungsjahres angeben. Photovoltaikanlage Betreiber können außerdem wenn sie über eine Steuernummer verfügen, auf Antrag eine Vorsteuerabzugsberechtigung vom Finanzamt erlangen. Nimmt er von dieser Möglichkeit Gebrauch, erhält der Unternehmer die gezahlte Umsatzsteuer für den Erwerb der Anlage und alle Nebenkosten zurück. Gerade bei Spezialfällen sollte man sich jedoch Hilfe bei einem Steuerberater suchen, denn dieser kennt am besten die jeweiligen Formen und möglichen Ausnahmen. Die vom Finanzamt zur Verfügung gestellte Elster-Software ermöglicht es aber relativ einfach die Photovoltaik-Steuern zu erfassen.

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