Abschreibung einer Photovoltaikanlage

Wie bei jeder anderen Abschreibung auch, muss man bei der Abschreibung einer Photovoltaikanlage einige Dinge beachten. Bei der Einnahme-Überschussrechnung ist so zum Beispiel neben der Aufstellung der laufenden Kosten die Abschreibung für die Gewinnermittlung besonders wichtig. Die Herstellungskosten der Photovoltaikanlage sind dabei im Nutzungszeitraum von 20 abzuschreiben. Das Steuerrecht beurteilt Photovoltaikanlagen als Wirtschaftsgüter und bereits seit 2009 sind für Photovoltaikanlagen vier Abschreibungsmethoden möglich. Zum größten Teil können diese sogar nebeneinander verwendet werden. Eine Kombination von degressiven und linearen Abschreibung mit einer oder beiden Abschreibungsvarianten ist zulässig. Die degressive Abschreibung wurde im Rahmen des Konjunkturpaketes I für in 2009 und 2010 angeschaffte Güter wieder gestattet und kann somit genutzt werden.

Abschreibung einer Photovoltaikanlage

Abschreibung einer Photovoltaikanlage

Der Investitionsabzugsbetrag ermöglicht es Kleinunternehmern maximal 40 Prozent der geplanten Investitionen außerbilanziell abzusetzen. Der Investitionsabzugsbetrag ist aber nur im Zusammenhang mit der Anschaffung der Photovoltaikanlage möglich und bezieht sich auf die Kosten der Anlage. Kleinunternehmer können hiervon allerdings nur Gebrauch nehmen, wenn ihr Gewinn im Jahr der Rücklagenbildung unter 100.000 Euro liegt. Das Einkommen kann dann um 40 Prozent der Anschaffungskosten der Photovoltaikanlage verringert werden, allerdings kann dieser Investitionsabzug nur einmalig durchgeführt werden und verringert die Berechnungsgrundlage der linearen Abschreibung. Existenzgründer können außerdem von einer Sonderabschreibung Gebrauch nehmen. Diese Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 1 EStG erlaubt es, im Jahr der Anschaffung der Photovoltaikanlage und in den darauf folgenden vier weiteren Jahren insgesamt 20 Prozent der Herstellungskosten abzusetzen. Innerhalb der vier Jahre kann die Aufteilung der 20 Prozent beliebig vorgenommen werden und erfolgt parallel zur linearen Abschreibung.

Die jahresanteilige Aufteilung der Sonderabschreibung entfällt hierbei. Damit Existenzgründer von dieser Sonderabschreibung Gebrauch machen können müssen sie zum einen ein Gewerbe angemeldet haben und ihr Anlagevermögen darf am Ende des Wirtschaftsjahres weniger als 204.517 Euro betragen. Zum anderen muss die Photovoltaikanlage mindestens ein Jahr im Betrieb verbleiben und auch ausschließlich nur betrieblich genutzt werden.

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